Kuba im freien Fall und was lernen wir daraus?

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Die Kubaner sind seit Jahrzehnten geplagte und geschlagene Gestalten.
Wer das Land nicht wirklich kennt, kann sich keinerlei Vorstellung davon machen, welche Armut dort herrscht, welches Elend das Land durchstreift.

Nun scheint sich die völlig desolate Situation in Kuba in Richtung Katastrophe zu entwickeln. Seit Dezember des vergangenen Jahres erhält Kuba kein Öl mehr aus Venezuela. Es kommt kein Tanker, weil die Trump-Administration eine vollständige Blockade für Öltanker aus Venezuela angeordnet hat.
Wegen einer Androhung von Handelszöllen kommt nun auch aus Mexiko keinerlei Öl nach Kuba.

Die nun eingetretene Situation im Lande ist um einiges schlimmer als nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991. Damals kam es in Kuba zu einer tiefen Wirtschaftskrise, da Lieferungen und Zahlungen aus der Sowjetunion ausgeblieben sind. Von der damals von der Kubanischen Regierung ausgerufenen „Spezialperiode“ (periodo especial) hat sich das Land eigentlich niemals wieder erholt. Seit den frühen 90’ern ist eine schleichende Verelendung zu sehen.
Die aktuellen Maßnahmen der Regierung in Kuba sind zwar bekannt, jedoch ist anzunehmen, dass das alles nur Aktionismus ist, ohne dass es am Ende Früchte tragen wird. Laut der Kubanischen Regierung soll das Wirtschaftsleben in Kuba weitgehend aufrechterhalten werden. Es soll wesentlich weniger öffentlichen Verkehr geben (Buse, Bahnen und Fähren), die öffentlichen Verwaltungen sollen nur noch vier statt fünf Tage arbeiten, die Universitäten haben den Präsenzunterricht vorübergehend ausgesetzt, der Individualverkehr findet praktisch nicht mehr statt, es sei denn mit dem Fahrrad oder dem Esel- Muli- Ochsen- oder Pferdekarren. Der Flugverkehr nach Kuba findet faktisch nicht statt. Die Flugzeuge können nicht aufgetankt werden. Die Flugzeuge, die Kuba noch anfliegen, kommen zumeist leer und holen Touristen und andere Ausländer aus dem Land heraus. Hier ist vor allem Kanada noch tätig, war Kuba für die Kanadier doch ein beliebtes Urlaubsziel.

Auch haben die Stromabschaltungen drastisch zugenommen. Der tägliche Stromausfall, den die Kubaner schon Jahrzehnte hinnehmen, wird zum Regelfall. Das schon deshalb, weil die Stromerzeugung in Kuba mit völlig veralteten Ölkraftwerken erfolgt.

Die Lebensmittel sind knapp. Die sozialistische Lebensmittelzuteilung auf Bezugschein ist praktisch zusammengebrochen. Das Gesundheitssystem Kubas liegt schon länger am Boden. Müllberge türmen sich auf den Straßen der Städte, da es keine Ressourcen gibt diese abzutransportieren. Zudem wurde es in Kuba ungewöhnlich kalt. In manchen Gegenden der Karibikinsel fielen die Temperaturen zeitweise auf den Gefrierpunkt.

Die Folgen dieser Krise sind noch gar nicht abzusehen. Hier können wir nur mutmaßen. Fakt ist, dass die Kubaner bereits in den letzten Monaten, gefühlt gar Jahren, „umfallen wie die Fliegen.“ Einige Viruserkrankungen geistern derzeit durch Kuba. Hier ist insbesondere das Chikungunya-Fieber, Dengue- und Oropouche-Fieber zu nennen. Aber auch die „normale“ Grippe geht um. Bedingt durch die verbreitete Mangelernährung sind die Immunsysteme der Kubanischen Bevölkerung nicht wirklich abwehrbereit.

Der Sensenmann fegte schon immer gerne durch Kuba. Diesmal wird er eine überreiche Ernte einfahren. Zunächst werden wohl die Alten und Kranken betroffen, danach wohl Kleinkinder. Ich befürchte, die Opfer könnten in Zehntausende gehen.

Es sieht so aus, dass die Trump-Regierung dem Regime auf Kuba den Garaus machen will. Von dieser Absicht hat der US-Präsident niemals ein Geheimnis gemacht. Da Kuba praktisch über keine nennenswerten Bodenschätze verfügt, kann eine Gier danach nicht das Motiv Trumps sein. Fakt ist aber, dass dieser „Flugzeugträger“ in Kommunistenhand vor der eigenen Haustür, den USA schon seit der Revolution von Fidel Castro, also seit 1959, ein Dorn im Auge ist. Viele Präsidenten versuchten sich daran, die Kommunisten in Kuba zu stürzen. Bis jetzt waren alle erfolglos. Es ist Trump zu wünschen, er habe mehr Erfolg.

Und tatsächlich sollte das kommunistische Regime nach nun 67 Jahren so langsam ein Ende finden. Das Regime regiert in Kuba mit einer harten, unmenschlichen Hand. Das Land lebt seit Jahrzehnten nur noch von der Substanz und von den Überweisungen der Exilkubaner.

Alle Proteste der Bevölkerung wurden bis jetzt immer brutal niedergeschlagen, auch mit Schusswaffen. Die Gefängnisse sind voll mit politischen Gefangenen, worunter aber auch normale Kubaner sind, die nur an Protesten teilgenommen haben. Es sind reihenweise Menschen verschwunden oder wurden ermordet aufgefunden. Dank einer ausgeklügelten Überwachung und Unterdrückung konnte sich niemals eine wirksame Opposition bilden.

Meiner Meinung nach wird es höchste Zeit, dass durch Kuba ein Hauch Freiheit wehen sollte, auch wenn es zunächst vielleicht tausende Opfer von Hunger und Elend kosten könnte. Es wird Zeit, dass dieser Albtraum endet.
Ich persönlich wünsche Kuba alles erdenklich Gute.

Und was lernen wir daraus?
Eine Betrachtung Deutschlands angesichts der Erfahrungen aus Kuba.

An dieser Stelle kann ich nur warnen, jemals hier ein sozialistisches System zuzulassen. Die Tendenzen dahin sind in Deutschland allerdings deutlich sichtbar. Auch wir leben derzeit von der Substanz. Die Regierungen Deutschlands machen dumme, sozialistische Dinge. Die Tendenzen zur Überwachung des Bürgers, der Opposition, gar deren Verbotsbestrebungen sind für jeden ersichtlich, auch wenn nicht jeder diese richtig einordnet.

Wir dürfen in Deutschland niemals eine Überwachung, eine Zersetzung, die Verfolgung Andersdenkender zulassen und dulden. Nur in einem Deutschland, in dem sich das freie Denken entfalten kann, in dem jeder sagen darf was er will, in dem das freie Unternehmertum herrscht, können wir eine gutes und freies Leben erwarten. Aber der Deutsche hat einige idiotische Eigenschaften mit dem Kubaner gemein, und zwar unendliche Geduld mit den Oberen, gar eine Hörigkeit, eine ausgeprägte Lethargie und eine gewisse Naivität bis in den Untergang. Das führte in der Vergangenheit zu nichts Gutem und wird in der aktuellen Lage auch nicht hilfreich sein.

(RS. 13.02.26 Quellen: NZZ, Eigenrecherche. Bilder: kuhnmi , Hastdutoene , Hyppolyte de Saint-Rambert , via Wikimedia)

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