EU beendet den freien Warenverkehr innerhalb der EU

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Eigentlich stellt sich jeder irgendwie vor, die Europ. Union ist ein Garant für den freien Warenverkehr innerhalb Europas. Oder?
Nun gelang der EU aber ein Coup, der genau das Gegenteil davon bewirkt. Der freie Warenverkehr innerhalb der Union wurde, dank der EU, katastrophal und mit einem Knall beendet.
Nach dem 12.08.2026 gilt eine neue Verpackungsverordnung. Demnach gilt für jeden Händler und Hersteller, er müsse für die ordnungsgemäße Entsorgung seiner Verpackung im Zielland sorgen. Hierzu muss er sich an einer Entsorgungsgesellschaft im Zielland anschließen, die dort tätig ist und auch einen Bevollmächtigten aus Fleisch und Blut in diesem Land benennen. Und zwar in JEDEM Zielland einzeln.

Die EU gibt mit dem Gesetz an, man wolle den Flickenteppich einzelner Länderregelungen harmonisieren und alles auf den gleichen Nenner bringen. Zum Vorbild nahm man sich natürlich die strengste Regelung innerhalb der EU. Ich vermute, es war die Regelung von Dänemark. Dieses Land hat sich bereits zum 30.06.2025 aus dem internationalen Handel rausgekickt, mit genauso einer nationalen Regelung.

Jeder Händler aber auch Hersteller innerhalb der EU, der seine Waren verpackt und innerhalb der EU verschickt, muss sich also irgendwie für das Zielland registrieren, die Mengen seiner Verpackungen berechnen und melden und auch einen Menschen im Land haben, der sich um die Geschicke kümmert. Hierfür haben sich diverse Gesellschaften gegründet oder weiterentwickelt, die Ihre Dienste anbieten. Für den Händler bedeutet es aber, er muss sich für jedes einzelne Land registrieren, getrennt nach Land, Mengenmeldungen vornehmen und einen vom Anbieter gestellten Bevollmächtigten akzeptieren. Für jedes einzelne Land entstehen Kosten, die zuweilen einen mittleren dreistelligen Bereich / Jahr liegen können.
Ausnahmen: keine. Freimengen: keine. Unterscheidung zwischen B2C und B2B: keine. Strafen: ja.

Während die großen Anbieter (Amazon & Co.) sich hier sicher irgendwie durchwurschteln werden oder diese Regelung womöglich gar angestoßen haben, bedeutet es für die kleineren Händler oder Hersteller das Aus für den innergemeinschaftlichen Handel.

Die Beteiligung in jedem Land der EU rechnet sich schlicht nicht.

In der Praxis bedeutet das, dass z.B. ein Griechischer Kunde, der bei einem Händler in Deutschland irgendeinen Nischenartikel beziehen möchte den er dringend braucht (Ersatzteile usw.), gar nicht bedient wird.

Toll oder?

Viele Händler steigen nun aus dem internationalen Versand aus. Das ergeben Studien der Händlerforen und der sozialen Medien. Die EU weiß gar nicht, was sie der Wirtschaft antut. Es geht nicht nur um Schuhe, Hosen, Bürstenhalter oder Taschenlampen. Es geht auch um Ersatzteile und die Belieferung kleinerer Händler im EU-Ausland.

Auch meine Firma stellt nun den Versand in die EU ein. Ausgenommen nur Österreich. Das aber auch nur deshalb, weil wir schon Jahre eine Beteiligung und einen Bevollmächtigten in Österreich haben.

Für mich ist das letzte Argument, die Europäisch Union noch irgendwie aufrecht zu erhalten, damit entfallen.

(R.S. 08.08.2026)

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