Schaden "populistische Parteien" der Wirtschaft?
(Bild: Kuwilsky-Sirman via Wikimedia)
Immer wieder hört man von sogenannten „Experten“, populistische Parteien würden, kämen Sie an die Regierung, die Wirtschaft gefährden. Eine aktuelle Veröffentlichung auf „WELT“, basierend auf einem Interview von Clemens Fuest, Präsidenten des Müncheners ifo-Instituts in der „Süddeutschen Zeitung“, schlägt wieder in diese Kerbe.
Doch ist das wirklich so?
Zunächst müssen wir erst kurz mal aufhellen, wen meint Fuest eigentlich mit „populistischen Parteien“? Foest spricht wiederholt von links- und rechtspopulistischen Kräften. Bei s.g. Linkspopulismus geben wir Herrn Fuest absolut recht. Alle linken Systeme, ob sie nun Sozialismus, Kommunismus oder wie auch immer heißen, haben die Wirtschaft in der Vergangenheit regelmäßig ruiniert. Egal wo auf dieser Welt. Es ist eine anerkannte Tatsache, dass Linke nicht mit Geld umgehen können. Es ist aber im Artikel recht klar zu sehen, Fuerst meint die AfD. Schon die Feststellung, Deutschland brauche die Zuwanderung in den Arbeitsmarkt, also die s.g. „Fachkräfte“, entlarvt den Interviewten als politischen oder zumindest politisierten Akteur.
Das Narrativ, die Eingewanderten der letzten zehn Jahre würden unserem Fachkräftemangel abhelfen und das Rentensystem retten, wurde so immer wieder von linken Kräften gebetsmühlenartig wiederholt, hat sich aber selbst ad Absurdum geführt.
Heute spricht scheinbar Niemand bei der illegalen Migration von einem Sagen für unsere Ökonomie. Man redet eher vom "Stadtbild". Trotzdem bemüht Fuest genau dieses überholte Argument. Auch die Feststellung Fuests, Deutschland bräuchte so etwas wie eine „Kriegswirtschaft“, wo offensichtlich „jene Dinge produziert werden sollen, die lange unerwünscht waren“, er meint Waffen, entlarvt Fuest als braven Soldaten auf Regierungslinie. Auch seine Tätigkeit in politischen Kreisen rund um die selbsternannte „politische Mitte“, spricht dafür.
Was ist also mit der Behauptung, die populistischen Parteien (gemeint ist offensichtlich die AfD) würden die Wirtschaft in Gefahr bringen? Nun ja, solche Behauptungen, z.B. die Stärke der AfD würde dem Tourismus auf den Ostseeinseln schaden, sind ein alter Hut. Davon hat sich nichts bestätigt. Auch die Behauptung, internationale Investoren würden hier nicht investieren, würde man sich hier der ungeregelten Zuwanderung entgegenstellen, können wir wohl in das Reich der Märchen verbannen.
Die Antwort liefert uns das Ausland. Betrachten wir die „populistischen Regierungen“ im nahen und fernen Ausland, so sehen wir ein völliges Gegenteil dessen, was von Fuest behauptet wird.
Die derzeit wohl als „populistischste Regierung Weltweit" verschriene, dürfte die der Vereinigten Staaten sein. Bereits vor Weihnachten erreichte uns die „sonderbare“, weil nicht ins Narrativ passende Nachricht: „US-Wirtschaft wächst um 4,3% und stärker als erwartet“ (Handelsblatt). Auch die Regierung in Argentinien kann, trotz zunächst wirtschaftlich völlig ausgelaugtem Land, nicht alles falsch gemacht haben. Auch wenn unser beliebter Kanzler Merz noch vor Kurzem behauptete, Milei würde Argentinien ruinieren, verzeichnet das Land 2025 ein Wachstum des BIP (Bruttoinlandsprodukt) um ca. 4,5%.
Selbst die Wirtschaft Italiens unter der „Rechtspopulistin“ Meloni wächst, trotz einer Knechtschaft durch die EU, um 0,5% bis 0,8%. Der ungarische „Rechtspopulist“ Orban, derzeit das rote Tuch aller Linken und der EU-Nomenklatura, beschert dem Land ein Wachstum von ca. 0,5% bis 0,6%. Für 2026 werden hier Wachstumsraten von 2-3% prognostiziert. Selbst die Solwakei unter dem „Nationalisten“ Fico, liegt keineswegs am Boden. 2024 um 2,1% gewachsen, wird für 2025 ein etwas moderateres Wachstum erwartet.
Und Deutschland?
Nun ja, hier hatten wir sowohl 2023 als auch 2024 eine deutliche Rezession. Auch 2025 wird keine Erholung erwartet. Eine leichtes Mini-Wachstum wird für 2026 prognostiziert. Das dürfte aber wohl eher Wunschdenken sein, wird dieses winzige Wachstum wohl eher auf die angekündigten massiven Inneninvestitionen der Regierung zurückzuführen sein, also auf Schulden basieren.
Eine pauschale Aussage des Wirtschaftsexperten, dass „populistische Parteien“ die Wirtschaft gefährden, haben wir hiermit widerlegt. Eine solide Wirtschaft hängt von wesentlich mehr Faktoren ab. Aber das ist eine andere, im Moment keine Deutsche Geschichte.
(RS. 27.12.25 Quellen: WELT, Statista)