Rubios grandiose Rede, aber nicht für alle
Marco Rubio, der Außenminister der USA, hielt gestern bei der Münchener Sicherheitskonferenz eine grandiose Rede. Grandios für alle, die Probleme mit der Bekämpfung der Meinungsfreiheit haben, für alle die die gewachsene Kultur in Europa aufrechterhalten möchten, für alle, die somit auch mit der illegalen Massenmigration hadern und für alle, die der Klimaideologie nicht so recht folgen wollen.
Auf die Führungseliten der EU muss die Rede hingegen wie die Offenbarung des Johannes gewirkt haben.
Im Prinzip sagte Rubio nichts anderes als JD Vance letztes Jahr in München, allerdings deutlich netter verpackt.
Mit der Rede von Rubio streckte die USA wieder mal die Hände Richtung Europa aus, mit der Hoffnung, Europa möge sich von ihrem dummen und selbstzerstörerischen Kurs abwenden. Anfangs mit Standing Ovations huldigend, begriffen einige erst nach und nach, was Rubio da eigentlich gesagt hat. Rubio sagte nichts anderes, als: werdet wieder vernünftig oder macht euren Scheiß alleine. Die Empfehlungen Rubios besagen: besinnt euch auf eure Kultur und wirft diese nicht über Bord, hört auf der Klimareligion zu huldigen, hört auf eure Gesellschaft mit fremden Kulturen zu vergiften und hört auf an die wertebasierende Weltordnung zu glauben. Diese ist nämlich weltweit vorbei. Die Welt tickt jetzt anders und, wenn ihr nicht mitmacht, kommt ihr eben unter die Räder.
Unser wenig geliebter und permanent arrogant wirkender Außenminister, Johann Wadephul, äußerte kurz nach Rubios Rede, „…wir brauchen an der Stelle keine weiteren Ratschläge.“ Ob er damit nur das Thema illegale Migration meinte oder generell die ausgestreckte Hand ausschlug, darüber streiten sich noch die Gazetten. Auf jeden Fall machte diese Äußerung in den sozialen Netzwerken schon mal Furore.
Völlig aus der Reihe der Scheindemokraten tanzt unser bayerischer Ministerpräsident Markus Söder. Dieser sagt auf X, dass die positiven Signale aus den USA ein gutes Zeichen für die Wertschätzung und Partnerschaft mit Europa wären. Mal sehen, ob sich diese Haltung des sich Schönredens der Rede Rubios im Elfenbeinturm der Macht durchsetzen wird oder man auf den Kurs des Außenministers einschwenken wird.
Welche Stellung unser Kanzler einnehmen wird scheint hierbei völlig irrelevant. Dieser wird international, aber mittlerweile auch bei uns im Lande, vielerorts sowieso nicht als voll genommen. Ist natürlich absolut nicht unsere Meinung. Wir lieben den Kanzler schon deshalb, weil er soviel kommentierungswürdiges Material liefert.
(RS. 15.02.26)