Geschichtsnovum! EU Sanktionen gegen Schweizer Ehrenmann
Bild: Jacques Baud im Interview mit Weltwoche vom 20.12.25
Mit dem BESCHLUSS (GASP) 2025/2572 DES RATES vom 15. Dezember 2025 [PDF]
wurden zwei Personen des öffentlichen Lebens in die Sanktionsliste der EU aufgenommen. Der Beschluss ist aus libertärer Sicht derart skandalös, dass er hier behandelt werden muss.
Neu sanktioniert werden der Franzose Xavier MOREAU, ein ehemaliger Offizier und Geschäftsmann sowie der Schweizer Jacques BAUD, ehemaliger Oberst der Schweizer Armee, ehemaliger strategischer Analyst und Sachverständiger für Geheimdienste und Terrorismus.
Vollständigkeitshalber muss hier erwähnt werden, dass der Franzose Xavier MOREAU seinen gegenwärtigen Wohnsitz in Russland hat, wodurch alle gegen ihn gemachten Vorwürfe wesentlich leichter zu begründen sind, egal ob wahr oder falsch.
Die Vorwürfe gegen die beiden sind praktisch identisch. Diese lauten übereinstimmend, sie fungieren als Sprachrohr für prorussische Propaganda und verbreiten Verschwörungstheorien, indem sie beispielsweise die Ukraine bezichtigen, ihre eigene Invasion herbeigeführt zu haben, um der NATO beizutreten. Der Kernvorwurf gegen beide Personen ist, abgesehen von belanglosen Einfügungen und geändertem Satzbau, praktisch identisch. Zusätzlich heißt es bei dem Franzosen Moreau: „…er ist der Gründer der Stratpol-Website“, beim Schweizer Baud: „…ist regelmäßig Gast in prorussischen Fernseh- und Radioprogrammen.“
Die Sanktionen umfassen z.B. das Einfrieren von Vermögenswerten und ein umfassendes Einreiseverbot in die EU.
Aus der Sicht der EU haben sich die beiden Personen des „Meinungsverbrechens“ schuldig gemacht. Und es ist ganz offensichtlich so, dass beide Personen höchst politische Individuen sind und kritisch auf den Krieg in der Ukraine blicken, also ganz anders als die sich in einer zerstörerischen Nibelungentreue zu Ukraine befindliche EU-Administration und die propagierte Mainstream-Meinung.
Ein heutiger Blick auf stratpol.com des Franzosen zeigt, dass Themen behandeln werden wie: „die geldpolitischen Ursachen des Krieges in der Ukraine“, „Überprüfung der Russischen / NATO-Verluste in der Ukraine“, „Vladimir Selenskyj – Autopsie einer Katastrophe“, daneben noch Themen wie die Spaltung der MAGA-Bewegung in den USA, Venezuela im Fadenkreuz, die Obsession der russisch-chinesischen Gefahr usw. Weltpolitische Themen also, die kontrovers betrachtet werden können, nach unserer Meinung auch kontrovers betrachtet werden müssen.
Ein Blick in die einzelnen Artikel zeigt die gleichen Argumente, die aus der offiziellen Sicht hierzulande seit Anfang des Ukrainekrieges als „Verschwörungstheorien“ gebrandmarkt werden. Doch wurden diese s.g. "Verschwörungstheorien" tatsächlich jemals widerlegt und entkräftet? Nein, es wird stupide als Russenpropaganda, Verschwörungstheorien oder schlicht als Fake und Desinformation bezeichnet und abgetan.
Zudem schrieb der Franzose Moreau neulich ein Buch mit dem Titel: „Ukraine: pourquoi la France s'est trompée“ (Ukraine: Warum Frankreich einen Fehler gemacht hat). Hier wird unter anderem auch der Maidan-Putsch beleuchtet, und zwar in einer Weise, die der Französischen Nomenklatura nicht gefallen kann und auch nicht gefallen hat.
EU völlig überdreht! Verdienter Schweizer unter Sanktionen!
Die Sanktionierung des Schweizer Obersten a.D. und Analysten Jacques Baud schlägt insbesondere in der Schweiz und in den unabhängigen Medien hohe Wellen.
Der Analytiker, der zu den Zeiten des kalten Kriegs die westlichen Geheimdienste über Russland und den s.g. Ostblock beriet, afrikanische Konflikte für die UNO analysierte, Minenräumprogramme in Afrika leitete, für die NATO bei der EU tätig war und sich in seinem Tun durchaus verdient gemacht hat und Anerkennung erntete, hat sich in Augen der EU nun des Verbrechens schuldig gemacht, nicht die Schnauze zu halten. Jemand der, offensichtlich durchflutet von Kompetenz und Erfahrung, dafür plädiert, keine einseitige Sicht auf den Ukrainekonflikt zu haben, passt der EU-Nomenklatura offensichtlich nicht in den Kram.
Natürlich setzte auch Baud sich auch mit Maidan auseinander, war sogar in der Ukraine, leitete in Donbass Entminungsprogramme, sah aber auch den Zwiespalt in der Ukraine und die Zerrissenheit der ukrainischen Bevölkerung zwischen Russland und Ukraine, selbst in der ukrainischen Armee. Er sah, wie russischsprachige Soldaten der Ukrainischen Armee zu zehntausenden zu den Pro-Russland-Rebellen in Donbass überliefen. Er ist also aus allererster Hand bestens informiert, hat seine eigene Meinung und vertritt diese auch, ohne für eine der Parteien Stellung zu nehmen.
In Augen der EU ist er aber ein „Sprachrohr für prorussische Propaganda und verbreitet Verschwörungstheorien.“
Diese EU hat sich gerade mit dem Fall Baus völlig vergaloppiert. Dieser Fall bestätigt aber, dass das was viele, uns eingeschlossen, seit geraumer Zeit sagen, keine Verschwörungstheorie ist. Es hat in vielen Dingern, insbesondere aber zum Ukrainekrieg, nur eine Meinung zu herrschen. Und diese wird von der Führungsriege der EU vorgegeben. Jede andere Meinung, auch wenn sie nur eine neutrale Betrachtung ist, ist verboten.Um ganz sicher zu gehen differenzierte Meinungen zum Ukrainekrieg zu verbieten, müsste die EU noch eine Vielzahl anderer Personen sanktionieren. Diese wären z.B. Dr. Klaus von Dohnanyi, Dr. Daniele Ganser, Georgia Meloni, Mag.Dr. Viktor Orbán, Dr. Robert Fico, Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Alice Weidel, Dr. Gerhard Schröder, General a.D. Harald Kujat, Donald Trump, der Papst Leo XIV und unzählige andere.
Die Nomenklatura der EU ist kriegsbesoffen. Sie obliegt einem Wahn des Endsieges, einer Selbstsuggestion und handelt unbedacht und leichtfertig. Dabei werden Grundrechte, wie das der freien Meinungsäußerung, bewusst auf den Haufen der Geschichte geworfen. So etwas darf man nicht erlauben. Reden wir darüber. Überall und zu jeder Zeit.
(RS. 20.12.25 Quelle: Rat der Europ.Union, Jacques Baud, Berliner Zeitung, NZZ)