Christdemokratie nimmt einen schweren Schaden

Sie sind hier: Startseite » Politik

Was haben sie uns vor der Wahl alles versprochen?!

Die Schuldenbremse wurde zur heiligen Kuh erklärt - Links sollte vorbei sein, so Merz – sofortige Grenzkontrollen und Zurückweisungen illegal Einreisender – keine doppelte Staatsbürgerschaft – Abschaffung des Selbstbestimmungsgesetzes – Abschaffung des Bürgergeldes, im Volksmund „Migrantengeld“ genannt – Senkung der Unternehmenssteuern – Abschaffung des Lieferkettengesetzes - Aufhebung des „Verbrennerverbotes“ – Abschaffung des „Heizungsgesetzes“ – Billigere Energie - Rückkehr zur Kernkraft – Stärkung der Direktmandate usw. usw.

Zum Teil versprach der damaliger Kanzlerkandidat Friedrich Merz mit einer derartigen Vehemenz, dass man zu meinen glaubte, er würde eher Schrauben kacken als von einem der Punkte abzurücken. Berühmt der Satz: „am ersten Tag meiner Kanzlerschaft werde ich…“

Was blieb davon? In der breiten Wahrnehmung rein gar nichts, in Wahrheit hier und da eine schlechte Bügelfalte.
Die Schuldenbremse wurde nach der Wahl aber noch vor der Konstituierung des Bundestages mit den Stimmen des alten Parlaments gekippt, die Grenzkontrollen sind eher symbolisch und die Abschiebungen in homöopathischen Größenordnungen, das Vorhaben mit der doppelten Staatsbürgerschaft hat man offensichtlich aufgegeben, das Selbstbestimmungsgesetz ist nach wie vor da, das Bürgergeld bekam lediglich einen neuen Namen, die s.g. Mitwirkungspflichten (als Sanktion) sind derart weichgespült, dass sich an sich nichts ändern wird, die Unternehmenssteuerreform gebar lediglich etwas verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionsgüter und das zu einer Zeit in der eh keiner investiert, die Senkung der Körperschaftsteuer bliebt lediglich eine Ankündigung für das Jahr 2028, das leidige Lieferkettengesetz blieb, das Verbot des Verbrenners auch, am Heizungsgesetz hat niemand etwas verändert, die Energie wurde teurer statt billiger, von der Rückkehr zu Kernkraft ist keine Rede und das Wahlgesetz der Ampel bleibt wie es ist. Ufff…

Die logische Folge ist, dass die Union unter Kanzler Merz immer mehr am Boden verliert. Die Wähler laufen zur AfD über.
In der Aktuellen INSA – Umfrage vereinigt die Union 24,5% der Wähler auf sich, wobei nur 19,7% tatsächlich auf die CDU entfallen.
Die AfD positioniert sich im Moment bei 27%.
Noch bei den Wahlen 2025 betrug der Stimmanteil der Union 28,5%, der AfD 20,8%.

Es scheint sich zu bewahrheiten, dass Lügen nicht sehr weit tragen und kurze Beine haben.
Hinzu kommt das Unvermögen des Hauptakteurs, des Kanzlers zweiter Wahl, Friedrich Merz. Der so gerne möchte sein Kanzler überzeugt nicht. Überhaupt mehren sich die Stimmen, wonach nicht gewiss ist, in welcher Welt Herr Merz zu Hause ist. In der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung gestern, schwurbelt sich der Kanzler durch diffuse Behauptungen über hybride Angriffe auf Deutschland, deren Anzahl seit Wochen angeblich ansteigt. Es sollen Cyberattacken, Propaganda, Desinformation, Spionage, Sabotage und (Trommelwirbel…) natürlich Drohnen sein, die die hybriden Angriffe ausmachen und vor denen sich die Bevölkerung fürchtet. Die Folge ist natürlich ein neues Kompetenzzentrum zur Drohnenabwehr und ein geändertes Polizeigesetz. Es geht um die Drohnen, die bisher kaum jemand glaubhaft gesehen haben will und die womöglich gar nicht existieren oder, wenn doch, gar selbst gemacht sein könnten. Er schwurbelt über nachrichtendienstliche und militärische Operationen die gerade gegen Deutschland stattfinden. Will er uns Angst machen oder sich selbst für das Unvermögen die Drohnen nicht bekämpfen zu können entschuldigen?
Er schwurbelt ferner davon, dass man insgesamt auf einem guten Weg wäre, Deutschland wirtschaftlich auf einen guten Weg zu führen, was auch immer so etwas heißen mag. Damit beweist er, dass er, Merz, keinerlei Ahnung hat was Wirtschaft ist und wie sie funktioniert.

Und er distanziert sich natürlich von der AfD. Er bekräftigt, die Union hätte NICHTS Gemeinsames mit der AfD, die AfD wäre… hm… Gagapartei und das geht so nicht. Die AfD hätte gar die Frechheit die CDU vernichten zu wollen. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Artikel. Somit reden wir vorläufig nicht mehr vom Merz.

Mit der Koalitionsbildung 2025 hat sich die Union die SPD ans Bein gebunden. Eine SPD, die nichts mehr mit der SPD der Arbeitnehmer, nichts mit der SPD eines Helmut Schmidts oder des Willy Brands, der zwar ein strammer Sozialist aber gleichsam auch ein Demokrat war, zu tun hat. Die CDU hat sich an eine SPD gebunden, die von den Arbeitern scheinbar nichts mehr wissen will und offensichtlich nur noch für den Leistungsempfänger staatlicher Gelder spricht., egal woher er kommt und was er hier schon geleistet hat. Eine SPD, deren Chef ein bekennender Antifa-Fan ist und dort früher auch Mitglied war. Einer SPD, die den Faden völlig verlor und nur noch ideologisch handelt und nur noch (lt. aktueller INSA-Umfrage) auf 14% der Wählerstimmen hoffen kann.

Die CDU, allem voran der Kanzler, glaubt offensichtlich die SPD in der Koalition „zähmen“ zu können. Stattdessen macht die Union seit Anbeginn der Regierung SPD-Politik, weil sie an den Fäden der SPD hängt, wie eine Marionette. Und warum? Das kann Niemand erkunden. Wegen „Kanzlersein“? Die angeblichen konservativen Erfolge sind herbeifantasiert und wurden von Niemandem gesehen.
Aus Rücksicht auf die SPD wagt die CDU keinerlei Widerspruch. Es könnte ja die Regierung zerbrechen und der „ich wünsche mir ich bin Kanzler“, wäre auf einmal nicht mehr Kanzler. Also läuft die linke Politik zum Nachteil des Landes weiter.
Und somit hat sich die Union inklusive der CSU in die Fänge der Sozialisten begeben, die gar keine Sozialisten mehr zu sein scheinen.
An der Basis der Union rumort es. Austritte sind an der Tagesordnung. Die bekanntesten Beispiele sind z.B. der Austritt von 14 Mitgliedern des Stadtverbandes Kühlungsborn oder der Wechsel des Puchheimer Kommunalpolitiker der CSU, Markus Hammer, hin zur AfD. Über die Zahl der Austritte schweigt sich das Konrad-Adenauer-Haus aus. Die Zahlen dürften schmerzhaft sein.

Die Union hat offensichtlich nicht vor auch nur ein Wahlversprechen zufriedenstellend zu verwirklichen. Das Ziel der jetzigen Regierung scheint zu sein sich lediglich an die Posten und Ämter zu klammern. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Union zu Tode regiert. Selbst die CSU in Bayern ist nicht mehr immun. Laut einer aktuellen Umfrage der Augsburger Allgemeinen sind 46% der Leser mit der Arbeit des Ministerpräsidenten Markus Söder unzufrieden oder sehr unzufrieden. Eine Sonntagsfrage zur Landtagswahl ergibt, die AfD würde in Bayern bereits 20% der Wählerstimmen erreichen.

Die Bedeutung der Christdemokratie ist überall in Europa schwindend. In einigen Ländern Europas haben sich Christdemokraten in die Bedeutungslosigkeit manövriert. Ob dieses Schicksal auch den Deutschen Christdemokraten droht bleibt abzuwarten. Es scheint aber so zu sein, dass 2026 das Schicksalsjahr der Union sein wird.

(RS 21.10.25)

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf „Alle erlauben“ erklären Sie sich damit einverstanden.

Einstellungen