Es ist dunkel, es ist kalt, es gibt erste Tote
Das Land ist am Ende. Das ist die einzige Schlussfolgerung zu der man kommen muss, wenn man den Terroranschlag in Berlin, seine Folgen und die verantwortliche Politik betrachtet. Nach Schätzungen gibt es bis zu 100.000 Betroffene. Es ist dunkel, es ist kalt, es wurde eine erste Tote gefunden. Es war keine Frage des ob, es ist eine Frage, wie viele Tote es am Ende sein werden.
Bei den Minustemperaturen in Berlin erleidet nicht nur die öffentliche Infrastruktur immer mehr Schaden. Das Eigentum der Bürger wird ebenso beschädigt. Schon spricht man von mit Wasser oder gar Scheiße vollgelaufenen Kellern, weil die Hebeanlagen ausgefallen sind. Auch die Wärmepumpen drohen alle einen Schaden zu erleiden. Das schon deshalb, weil die Heizstäbe im Innern der Wärmepumpen, die die Pumpen vor dem Einfrieren schützen sollen, ohne Strom nicht funktionieren.
Man spricht gar von Explosionsgefahr, solle das Kältemittel (Butan) austreten oder sich in den sekundären Kreislauf beimischen. Es ziehen Einbrecher umher.
Und die Politik zeigt sich völlig unfähig. Der oberste „Ritter von der traurigen Gestalt“ ist ohne Zweifel Berlins regierender Bürgermeister, Kai Wegner (CDU). Ohne Plan, ohne Ahnung und mutlos schloss er sich im ersten Schreck offensichtlich erst mal in seiner Wohnung ein. Krisenbewältigung im Home Office also. Auch die Bezirksbürgermeisterin (Grüne) macht einen völlig ahnungslosen Eindruck.
Die Politik bekommt keine klaren Worte aus dem Hals, relativiert, zündet Nebelkerzen.
Die Grünen weigern sich strickt vom linken Terror zu sprechen. Für sie war der Anschlag lediglich ein Sabotageakt. Für Franziska Giffey (SPD Berlin) ist es ein Stromausfall. Bodo Rammelow von den Linken, immerhin Vizepräsident des Bundestages, hat einen politischen Hintergrund des Anschlags ausgeschlossen. Für ihn war es nur ein schlimmer krimineller Vorfall. Der kriegsbegeisterte Roderich Kiesewetter (CDU), derjenige, der schon Raketenbeschuss der russischen Ministerien in Moskau gefordert hat, er wittert hinter dem Anschlag nicht etwa linksextremen Terrorismus. Nein, er wittert Putin. Begründung: der Text des Bekennerschreibens ist so voller Fehler, das kann nur der Russe gewesen sein. Und der Kanzler? Nun ja, der sagt gar nichts. Er hat sich zum „Treffen der Willigen“ nach Paris verzogen und schubst offensichtlich nicht vorhandene Panzer und Raketen im Sandkasten herum. Er gestaltet gerade die Welt um, was kümmert ihn schon das bescheidene Berlin.
Und die Medien? Während der Tagesschau um 16.Uhr kam der Koalitionsbruch in Brandenburg, das Treffen in Paris, Angriff auf Hisbollah in Libanon, Brandkatastrophe in der Schweiz, Sternsinger beim Präsi und das Wetter dran. Kein einziges Sterbenswörtchen über das frierende Berlin. Nicht eines.
Selbst der Katastrophenschutzexperte, Albrecht Broemme, spricht davon, dass Gendern und die Breite von Radwegen in Berlin immer wichtiger war als der Katastrophenschutz. Und damit schließt sich der Kreis wieder beim „Ritter von der traurigen Gestalt“, der zwar ein völlig heruntergewirtschaftetes Berlin regiert, aber scheinbar 2 Milliarden Euro locker machen kann um neue Bäume pflanzen zu wollen. Ja, Bäume, nicht für einen Katastrophenschutz. Auf eine einfache Frage, warum man die Infrastruktur nicht beschützt hat, antwortete er lapidar, er könne nicht überall Polizisten hinstellen. Ja, das kann er sicher nicht, aber an den Punkten an denen die Systeme keine Redundanz haben, dort sicher.
Alleine schon die Tatsache, dass viele Behörden nicht genug Generatoren aus eigenen Beständen heranschaffen können, ist ein Skandal. Aber unsere Generatoren stehen ja in der Ukraine.
Gute Nacht Deutschland.
(RS. 06..01.26)